Unser Grundausbildungslehrgang (GAL) 2019

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Besonders am GAL 2019 ist, dass 12 Brandmeister-Anwärter bereits im Juli 2018 eingestellt wurden und 8 weitere, im April 2019.
Die 12 Brandmeister-Anwärter begannen bereits mit der Rettungssanitäter-Ausbildung an der Rettungsdienstschule in Göttingen.
Dann war es soweit! Mit Vorfreude und Spannung begann der Zusammenschluss. Wir lernten uns, die Ausbildungsleiter, sowie Lehrgangsbetreuer bei einem gemeinsamen Frühstück kennen.
Nachdem wir viele organisatorische Angelegenheiten geklärt hatten, begann auch gleich das erste Thema. Das Verhalten eines Feuerwehrbeamten in der Öffentlichkeit, sowie einige Rechtsgrundlagen des Beamtendaseins.
Eine Stadtrundfahrt mit dem ehemaligen Amtsleiter und der Besuch der Salzgitter AG war der Abschluss der ersten Woche.




Woche 2:
Um aus den zusammengeführten Brandmeister-Anwärter/innen ein Team zu gewinnen, fuhren wir für 3 Tage nach Sieber in den Harz.
Nach Ankunft begannen wir sofort mit jeder Menge Sport in allen Variationen. Unter anderem in Einsatzkleidung in der prallen Sonne. Selbst der Arbeitsschutz konnte nicht vernachlässigt werden. Helm und Handschuhe durften nicht fehlen.
Die Ausbilder konfrontierten uns mit vielen Aufgaben, welche wir nur gemeinsam erledigen konnten. Alle haben sich über den Lösungsweg Gedanken gemacht und hatten sich erfolgreich mit eingebracht.
Am nächsten Tag stand ein Besuch im Kletterpark auf dem Plan. Durch Teamarbeit überquerten wir „schwebende Seile“, bestiegen eine Jacobsleiter  und sind von einem 7 Meter hohen Stamm in die Tiefe gesprungen
Natürlich durfte eine nächtliche Alarmübung nicht fehlen. So wurden wir in der Nacht mit der LAG (Lehrgangsalarmglocke) geweckt. Nach Antreten und Einsatzübernahme begaben wir uns auf Personensuche. Unser Lehrgangsdummy Harry O. wurde vermisst!
Nachdem wir Harry und auch Frieda gefunden hatten, konnten wir wieder in unsere Betten.
Resümee nach diesen 3 anstrengenden Tagen ist, dass wir uns alle besser kennenlernten und eine sehr gute Basis für die weiteren Ausbildungsabschnitte geschaffen haben.



Woche 3:
Nach dem vergangenen Osterwochenende, stand diese Woche der Sprechfunklehrgang auf dem Plan. Hierbei ging es um die Grundlagen des Sprechfunkverkehrs der Feuerwehr.
Als praktischer Ausgleich wurden die ersten Schläuche auf dem Hof der Wache 1 ausgerollt und auch deren Handhabung erprobt. In der Brand- und Löschlehre erlernten wir die Vorraussetzungen für die Entstehung eines Brandes und die fachgerechte Bekämpfung eines Feuers.

Woche 4:
In dieser Woche war die Funk- und Fahrübung im Stadtgebiet das Highlight. Aufgeteilt auf 5 PKW erfragten wir über Funk Koordinaten, welche daraufhin angefahren wurden. Dort gab es jeweils Aufgaben zu erledigen, die uns erlaubten neue Koordinaten zu erfragen. Eine Schnitzeljagd für Große. Unter anderem fand auch das erste Mal Dienstsport auf der Wache statt.

Woche 5:
Am Montag war die erste Prüfung. Hier wurden wir schriftlich sowie mündlich im Bereich des Sprechfunkers geprüft. Alle haben diesen Abschnitt mit Erfolg abgeschlossen.
Wir erlernten den Umgang mit Tragbaren Leitern und dem Sprungpolster auf der Wache 2.  


Woche 6:
Die Woche begann mit dem Beamtenrecht, welches uns von unserem Fachdienstleiter erläutert wurde. Zum Ende der Woche bekamen wir Einweisungen auf verschiedene Feuerlöscher und deren Löschmittel.



Woche 7 und 8:
Unser GAL 19 wurde für die nächsten Wochen, in zwei Gruppen aufgeteilt in denen es jeweils um das Arbeiten in absturzgefährdeten Bereichen und die Maschinistenausbildung ging. Dabei ging es um das Erlernen verschiedener Knoten und Stiche, welche bei der Feuerwehr Verwendung finden und den Umgang mit Pumpen und Aggregaten der Feuerwehr.



Woche 9 und 10:
Es wurde einiges von uns abverlangt. Die Atemschutzausbildung begann, sowie die Ausbildung nach FwDV3 (Einheiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz). Anfangs wurden wir mit Masken, Lungenautomat und Filter ausgestattet. Im Anschluss konnten wir ein paar Gewöhnungsübungen absolvieren. Die Gruppen führten innerhalb eines Tages im Wechsel die FwDV3 und die Ausbildung zum AGT durch. Langsam wurden wir bis hin zur 160 kJ-Abschlussprüfung herangeführt, die in Engerode in der Atemschutzübungsstrecke stattfand. Viele Schweißperlen wurden vergossen, körperliche Grenzen wurden erreicht, dennoch kam der Spaß nie zu kurz.
In der FwDV3 - Ausbildung beschäftigten wir uns auf dem Hof der Hauptfeuerwache mit den Grundtätigkeiten. Dazu gehörten verschiedene Übungsszenarien, vom Löschangriff bis hin zur Rettung über tragbare Leitern.